Michael Wallaschek
Zoogeographie in Werken Carl Ritter (1779–1859) unter besonderer Berücksichtigung der wissenschaftlichen Beziehungen zu Eberhard August Wilhelm von Zimmermann (1743–1815)
(Beiträge zur Geschichte der Zoogeographie 6)
53 S., kostenloser Download verfügbar
Eigenverlag des Autors, Halle an der Saale 2016
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In der biologischen Literatur spielt Carl RITTER (1779–1859) kaum eine Rolle, dafür Alexander VON HUMBOLDT (1769–1859) eine überragende. Hingegen ist es in der geographischen Literatur üblich, beide Wissenschaftler in einem Atemzug zu nennen. Daher wird es Geographen unter den Lesern nicht wundern, dass der Frage nach der Zoogeographie in Werken HUMBOLDTs im fünften Heft der „Beiträge zur Geschichte der  Zoogeographie“ nun dieselbe in Bezug auf RITTER folgt. Biologen kann das vorliegende sechste Heft der Schriftenreihe zeigen, wie ihr Fach, insbesondere die Zoogeographie, von Beginn an durch Geographen beeinflusst wurde.

Die außergewöhnliche Bedeutung, welche den Leistungen HUMBOLDTs in der geographischen und biologischen Literatur zugemessen wird, ließ die Frage nach deren Maßstab aufkommen. In Hinsicht auf die zoogeographischen Verdienste HUMBOLDTs bot sich dafür in erster Linie das Werk des Begründers der Zoogeographie, Eberhard August Wilhelm VON ZIMMERMANN (1743–1815), an. Daher wurden im fünften Heft der „Beiträge zur Geschichte der Zoogeographie“ die wissenschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Forschern untersucht. Diese Fragestellung wird nun im vorliegenden Heft der Schriftenreihe auf RITTER angewendet.

Es wird in diesem sechsten Heft der „Beiträge zur Geschichte der Zoogeographie“ gezeigt, dass die Geschichte der von BECK (1982: 161f.) sogenannten „klassischen Geographie“, keineswegs mit RITTER und HUMBOLDT, sondern mit ZIMMERMANN begonnen hat. Dieser ist als Begründer der vergleichenden Länderkunde, welche die Grundlage der klassischen Geographie bildet, wie auch der Zoogeographie zu ehren.