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Neben diese wissenschaftpolitische Aufgaben tritt die wissenschaftliche
Beschäftigung mit der Geschichte und Theorie der Biologie.
Im Rahmen der ersten Jahrestagung in Marburg wurden hierzu
die folgenden Leitlinien formuliert:
- Es soll das Anliegen der Biologiehistoriker in der DGGTB
sein, besonders die biologische Tradition des 19. Jahrhunderts,
die zu einem beträchtlichen Teil "deutsch geschrieben"
ist, zu erschließen und ins historische Bewußtsein
zu heben.
- Aus der Brückenfunktion der biologischen Wissenschaften
zwischen den Natur- und Geisteswissenschaften erwächst
ein spezifischer interdisziplinärer Auftrag an die
Biologiehistoriker und - theoretiker zur Überwindung
jener geistigen Spaltung, die ihren Ausdruck im Wort von
den "zwei Kulturen" gefunden hat.
- Die immer noch von den sogenannten "exakten Wissenschaften"
dominierte "Philosophy of Science" gilt es durch
die Hereinnahme der Biologie auf eine neue Stufe der Reflexion
zu heben um damit auf lange Sicht das herrschende Bild der
Wissenschaften "umzubauen".
- Die DGGTB muß anstreben, sich mit dem Stand der
Methodenreflexion in der Biologiegeschichtsschreibung insbesondere
in Italien, Frankreich, England und den USA auseinanderzusetzen
und entsprechende Kontakte auf ihren künftigen Versammlungen
zu verstärken.
- Die DGGTB muß die historische und theoretische
Diskussion in den Biowissenschaften zu bündeln versuchen
und aktuelle methodische Fragestellungen (z.B. Theorie der
Selbstorganisation, "social constructivism", historische
Anthropologie) und Problemkomplexe (z.B. Entwicklung der
Evolutionsbiologie, Organismuskonzepte, Gentechnologie)
aufgreifen.
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