Jahrestagung 2018 – Biologie und Bildung

 

Datum 21.–24. Juni 2018
Veranstalter Deutsche Gesellschaft für Geschichte und Theorie der Biologie e. V. in Kooperation mit dem Thüringer Instituts für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (ThILLM) und dem Landesverband Thüringen des Verbandes Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin (VBIO)
Ort Friedrich-Schiller-Universität Jena
Institut für Zoologie und Evolutionsforschung / AG Biologiedidaktik
Kleiner Hörsaal Zoologie
Erbertstraße 1
07743 Jena
Bewerbungsfrist 15.02.2018

 

Die Deutsche Gesellschaft für Geschichte und Theorie der Biologie e. V. (DGGTB) verfolgt das Ziel, die Erforschung und Vermittlung der Geschichte und Theorie der Biologie zu fördern. Ziel der Jahrestagung ist es, den wissenschaftlichen Austausch zwischen unseren Mitgliedern, Institutionen mit ähnlichen Themenschwerpunkten und jungen, interessierten Lehrerinnen und Lehrern sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu ermöglichen und so das gesellschaftliche Bewusstsein für die wissenschaftshistorischen Grundlagen unseres heutigen Verständnisses von Biologie zu schärfen.

Das moderne Weltbild wird wesentlich durch naturwissenschaftliches Denken bestimmt. In dieser Welt zurechtzukommen, bedarf einer Grundbildung und der Bereitschaft sich mit naturwissenschaftlichen Themen auseinanderzusetzen (Scientific Literacy). Biologische Bildung – als ein Teil des Wissensbestandes der Menschheit – bietet die Möglichkeit, Bereiche der Wirklichkeit zu verstehen und kausal erklärbar zu machen. Dabei entscheidet biologisches Wissen ganz wesentlich über Fragen der Gegenwart und Zukunft, bietet Orientierung in einer durch Naturwissenschaften und Technik geprägten Welt, bindet an die Natur und fördert einen verantwortungsvollen Umgang mit den Organismen (Thüringer Bildungsplan 2017).

Die Tagung wird sich – in historischer und in aktueller Perspektive – mit folgenden Aspekten der biologischen Bildung befassen:

  • Geschichte der Biologie und des Biologieunterrichts
  • Didaktik und Methodik des Biologieunterrichts (u. a. Lehrplantheorie, Erkenntnisprozesse, Kooperation/außerschulische Lernangebote, Lehrberuf)
  • Bildungsmedien und Sammlungen (u. a. Systematik, Produktion, Einsatz, Verwendung)
  • Lehre und Forschung an Universitäten und Hochschulen (u. a. Biologische Fakultäten, Fachdidaktik, Biografien historischer Persönlichkeiten, neue Entwicklungen)
  • Biologische Erkenntnisse im gesellschaftlichen Diskurs (u. a. Darwinismus, Lyssenkoismus, Kreationismus, Gentechnik, Gender, Rassismus)
  • freie Themen.

Es besteht die Möglichkeit Panels anzubieten. Besonders erwünscht sind Beiträge, die mehrere Aspekte des Themas zusammenführen.

Themenvorschläge im Umfang von ca. 2.000 Zeichen (inkl. Leerzeichen) werden bis spätestens 15. Februar 2018 erbeten an den Geschäftsführer der Gesellschaft: Stefan Lux (geschaeftsfuehrung@geschichte-der-biologie.de). Bitte teilen Sie auch einige kurze Angaben zu Ihrer Person (Funktion, Wirkungsstätte) mit. Die Rückmeldung über die Annahme oder Ablehnung des Vorschlags erfolgt bis zum 15. März 2018.

Mit Unterstützung des Thüringer Instituts für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (ThILLM) wird diese Veranstaltung als Fortbildung für Lehrerinnen und Lehrer angeboten und in Kooperation mit dem Landesverband Thüringen des Verbandes Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin (VBIO) organisiert. Die Tagungssprachen sind Deutsch und Englisch. Tagungsort ist der kleine Hörsaal Erbertsstraße im Institut für Zoologie und Evolutionsforschung / AG Biologiedidaktik der Friedrich‑Schiller‑Universität Jena. Die Verhandlungen zur Geschichte und Theorie der Biologie sind seit 1998 das zentrale Publikationsorgan der DGGTB. In dieser Reihe werden die Beiträge der Jahrestagung veröffentlicht.

Anmeldung und Tagungsbeitrag

Die Vorab-Anmeldung für die Tagung ist wie in den vergangenen Jahren möglich. Bitte senden Sie Ihre Anmeldung für die Teilnahme an unserer Jahrestagung bis zum 7. Juni 2018 an die Geschäftsführung, entweder per E-Mail oder per Post, formlos oder mithilfe des Anmeldeformulars für die Jahrestagung [PDF]. Der Besuch der Tagung wird wie in den vergangenen Jahren auch ohne eine Anmeldung vorab möglich sein – wir möchten Sie jedoch darauf hinweisen, dass Sie uns die Planung erleichtern, wenn Sie von der Möglichkeit Gebrauch machen.

Wir werden im kommenden Jahr auf eine nach Anmeldedatum und Mitgliederstatus gestaffelte Tagungsgebühr verzichten. Das Procedere wird im Vergleich zu den vergangenen Veranstaltungen vereinfacht, indem von allen Tagungsbesuchern – von jenen abgesehen, die die Veranstaltung im Rahmen ihres Studiums verpflichtend besuchen – vor Ort ein geringer Unkostenbeitrag von 15,00 Euro für Speisen und Getränke erhoben wird.

Das finale Tagungsprogramm wird voraussichtlich kurz nach Einsendeschluss Mitte März 2018 bekanntgegeben.

Zur Tagungsörtlichkeit

Für die drei Hauptveranstaltungstage steht uns der kleine Hörsaal Zoologie des Instituts für Zoologie und Evolutionsforschung / AG Biologiedidaktik der Friedrich-Schiller-Universität Jena zur Verfügung. Für einen öffentlichen Abendvortrag am Donnerstagabend besteht zudem bei großem Andrang die Möglichkeit den großen Hörsaal Zoologie zu nutzen, der sich in unmittelbarer Nähe auf dem Gelände befindet.

Die Erbertstraße liegt im Zentrum von Jena und ist damit von den zentralen Bahnhöfen und Unterkünften gut erreichbar. Vom Bahnhof Jena Paradies sind es 5 Minuten Fußweg, von Jena West 7 Minuten; das Stadtzentrum liegt etwa 8 Gehminuten entfernt. Weitere aus biologiehistorischer Sicht interessante Sehenswürdigkeiten befinden sich in unmittelbarer Nähe: Das Phyletische Museum Jena liegt direkt auf dem Gelände, das Ernst-Haeckel-Haus ist 5 Gehminuten entfernt.

Da es in der Vergangenheit mehrfach zu Missverständnissen kam, sei noch einmal explizit darauf hingewiesen, dass der Tagungsort in der Erbertstraße zu finden ist und nicht in der, ebenfalls in Jena vorhandenen, aber etwas außerhalb liegenden Ebertstraße.

Anreise nach Jena

Anreise per Pkw: Jena liegt mit den Anschlussstellen Jena-Zentrum und Jena-Göschwitz an der Autobahn A 4 Dresden – Frankfurt am Main unweit des Autobahnkreuzes Hermsdorfer Kreuz (Schnittpunkt der A 4 mit der A 9 Rostock – München). Die günstigste Abfahrtmöglichkeit ist die Anschlussstelle Jena-Zentrum. Von dort aus nutzen Sie die Stadtrodaer Straße und folgen der Ausschilderung in Richtung Zentrum.

In Jena gibt es zahlreiche (kostenpflichtige) Parkmöglichkeiten im Stadtzentrum, unter anderem auf dem Eichplatz, gelegen zwischen der Stadtkirche St. Michael und dem Jentower. Weitere Informationen und eine entsprechende Übersicht über die Parkmöglichkeiten finden Sie auf der Webseite der Stadtverwaltung Jena (→hier).

Anreise per Bahn: Jena verfügt sowohl in Nord-Süd- wie auch in Ost-West-Richtung über eine Anbindung an das Schienennetz der Deutschen Bahn. Die Ost-West-Anbindung erfolgt dabei über den Bahnhof Jena West, die Nord-Süd-Anbindung über die Haltestelle Jena Paradies. Individuelle Zugverbindungen finden Sie über die Reiseauskunft der Deutschen Bahn (→hier). Ab Bahnhof Jena West ist das Stadtzentrum in ca. 15 Minuten fußläufig erreichbar. Vom Bahnhof Jena Paradies benötigen Sie ca. 10 Minuten zu Fuß.

Öffentlicher Nahverkehr in Jena: Das Streckennetz und die Fahrpläne der Bus- und Straßenbahnlinien finden Sie auf der Webseite des Jenaer Nahverkehrs (→hier).