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Ausstellung: ‘Form Follows Flower – Moritz Meurer, Karl Blossfeldt und Co.’

Datum 20.10.2017 – 14.01.2018
Ort Kunstgewerbemuseum
Matthäikirchplatz
10785 Berlin
Veranstalter Kunstgewerbemuseum – Staatliche Museen zu Berlin
In Kooperation mit dem Exzellenzcluster Bild Wissen Gestaltung. Ein Interdisziplinäres Labor, der Humboldt-Universität zu Berlin und der
Universität der Künste Berlin.

“Die Pflanzenfotografien Karl Blossfeldts sind heute weltweit berühmt. Fast unbekannt ist, dass ihre Entstehungsgeschichte einen Teil der Geschichte des Berliner Kunstgewerbemuseums bildet: Nicht als freie Kunstfotografien fertigte Blossfeldt sie an, sondern als Elemente einer Lehrmittelsammlung, mit der der Lehrer Moritz Meurer (1839–1916) in den 1890er Jahren das Pflanzenstudium an der dem Kunstgewerbemuseum angeschlossenen Kunstgewerbeschule in den Fokus rückte.

Anhand von Modellen, Herbarien, Lehrtafeln und Fotografien sollten die Gesetze natürlicher Formbildung durchdrungen und die Gestaltungslehre erneuert werden. Die Ausstellung führt diese Lehrmittel erstmals als Ensemble zusammen und veranschaulicht deren eindrückliche formalästhetische wie mediale Vielfalt. Gezeigt werden sie im Kontext von Prachtwerken der Ornament- und Vorlagengrafik, Objekten des Jugendstils und Bildwelten der zeitgenössischen Botanik.

Die Frage nach der Beschäftigung mit der Natur in Gestaltungslehre und Design ist bis heute aktuell. Das zeigen neben zeitgenössischen Designobjekten auch die zeichnerischen und filmischen Arbeiten von Studierenden der UdK Berlin, der Nachfolgerin der Lehranstalt. Mit ihnen wird zum 150. Jubiläum des Kunstgewerbemuseums die historische Tradition der studentischen Ausstellungen wiederbelebt.

Eine Ausstellung des Kunstgewerbemuseums – Staatliche Museen zu Berlin in Kooperation mit dem Exzellenzcluster „Bild Wissen Gestaltung” der Humboldt-Universität zu Berlin und der Universität der Künste Berlin.”

Weitere Informationen zu der Veranstaltung finden sich auf den Veranstaltungswebseiten des Kunstgewerbemuseums und des Exzellenzclusters Bild. Wissen. Gestaltung. Zu der Sonderausstellung erscheint im Oktober ein Ausstellungskatalog gleichnamigen Titels.

Changing the Nature of Art and Science – Intersections with Maria Sibylla Merian.

Changing the Nature of Art and Science. Intersections with Maria Sibylla Merian.

Amsterdam 7., 8. und 9. Juni 2017

Was: Konferenz über Leben, Werk und Einfluss von Maria Sibylla Merian (1647–1717)
Wann: 7., 8. und 9. Juni 2017
Wo: Amsterdam, Universität Amsterdam
Titel: Das Wesen von Kunst und Wissenschaft ändern. Grenzüberschreitungen mit Maria Sibylla Merian.

Maria Sibylla Merian (1647–1717) ist eine der schillerndsten Persönlichkeiten der wissenschaftlichen, künstlerischen und kommerziellen Kultur der frühen Neuzeit. Geboren in Frankfurt am Main, und später wohnhaft in Nürnberg, Wieuwerd und Amsterdam, führte sie ihr wissenschaftliches Interesse an der Entomologie schließlich bis nach Surinam, wo sie, ebenso wie in Europa, die Metamorphosen von Insekten in ihrem natürlichen Lebensraum untersuchte. Ihre minutiösen Beobachtungen übersetzte sie in kraftvolle künstlerische Darstellungen, die noch immer die Aufmerksamkeit vieler Wissenschaftler auf sich ziehen, darunter Biologen, Kunsthistoriker und Wissenschaftshistoriker. Auch moderne Künstler und Schriftsteller finden Inspiration in ihrer Arbeit und ihrem Leben. Im Gedenken an ihren Todestag vor 300 Jahren organisiert die Maria-Sibylla-Merian-Gesellschaft in Zusammenarbeit mit der Artis-Akademie, der Universität Amsterdam und der Artis-Bibliothek eine internationale Konferenz im Artis-Zoo in Amsterdam am 7., 8. und 9. Juni 2017. Das Ziel der Konferenz ist es, neue Forschung sowie Projekte, die mit Maria Sibylla Merian zu tun haben, zusammenzubringen. Neben ihrem Leben und ihrer Arbeit als Schwerpunktthema wird diese Konferenz auch Themen diskutieren, die einen größeren Blickwinkel auf Merian ermöglichen.

Themen werden unter anderem sein:

  • der religiöse, wissenschaftliche, kommerzielle und künstlerische Kontext, in dem Merian gearbeitet hat und die Überlappungsbereiche zwischen diesen kulturellen Bereichen
  • Techniken und visuelle Strategien naturgeschichtlicher Illustration
  • Traditionen/Kultur des Sammelns und der Buchproduktion
  • entomologische Forschung in Merians Zeit
  • neue Archiv- und biographische Recherchen zu Merians Leben
  • Merians Netzwerke in Frankfurt, Nürnberg, Amsterdam und Surinam
  • Surinam als Kolonie und Ort von Handel und Forschung
  • weibliche Naturforscher, Sammler und Künstler
  • Merians Einfluss auf spätere Naturwissenschaftler und Illustratoren der Naturgeschichte
  • Merians Erbe im weiteren Sinne
  • Merians Kunst als Inspiration für moderne Künstler und Schriftsteller

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie auf der Veranstaltungswebseite und im Programm.