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Sonderausstellung ‘Verschwindende Vermächtnisse: Die Welt als Wald’

Datum 10.11.2017 – 29.03.2018
Ort Zoologisches Museum, Martin-Luther-King-Platz 3, 20146 Hamburg

“Vom 10. November 2017 bis 29. März 2018 zeigt das Centrum für Naturkunde (CeNak) der Universität Hamburg im Zoologischen Museum die Sonderausstellung Verschwindende Vermächtnisse: Die Welt als Wald. Für diesen Zeitraum verwandeln audiovisuelle Installationen, Fotografien, Filme und Skulpturen zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler die Ausstellungshalle in den bedrohten Lebensraum Wald.

Die Ausstellung lädt zur Beschäftigung mit Naturbildern und deren Wandlung ein und zieht Verbindungen von den Expeditionen des Naturforschers Alfred Russel Wallace im 19. Jahrhundert zu aktuellen Umweltveränderungen in Südostasien und dem Amazonasgebiet.

Credit: UHH/CeNak, Reiss

Neben bildender Kunst werden auch Exponate aus den wissenschaftlichen Sammlungen des CeNak sowie des Herbarium Hamburgense und des Nutzpflanzenmuseums zu sehen sein. Verschwindende Vermächtnisse stellt tradierte Bilder von Natur angesichts von Artensterben, Entwaldung und Klimawandel in Frage und zeigt unvergleichliche Artenvielfalt im Spannungsfeld von Wissenschaft und Monokultur.

Fast alle künstlerischen Positionen wurden eigens für die Sonderausstellung geschaffen, andere fanden bereits weltweit Würdigung in renommierten Museen, Galerien und Biennalen.

Folgende Künstlerinnen und Künstler sind mit ihren Arbeiten vertreten: Maria Thereza Alves, Ursula Biemann, Bik Van der Pol, Shannon Lee Castleman, Revital Cohen & Tuur van Balen, Mark Dion, Radjawali Irendra / Akademi Drone Indonesia, Armin Linke mit Giulia Bruno und Giuseppe Ielasi, Barbara Marcel, Julian Oliver und Crystelle Vũ, Robert Zhao Renhui / The Institute for Critical Zoologists, SHIMURAbros und Paulo Tavares / autonoma.

Zur Ausstellung gibt es ein umfangreiches Begleitprogramm bestehend aus Führungen, Lesungen, Filmabenden und anderen Abendveranstaltungen sowie eine Begleitbroschüre in deutscher und englischer Sprache. Für Ende März 2018 ist zudem ein Symposium geplant. Der Eintritt ist frei.

Verschwindende Vermächtnisse: Die Welt als Wald ist ein Projekt von Anna-Sophie Springer und Dr. Etienne Turpin. Die Ausstellung wird vom Centrum für Naturkunde realisiert und ist hier vom 10. November 2017 bis 29. März 2018 zu sehen. Weitere Stationen von Verschwindende Vermächtnisse sind 2018 die Projektpartner, das Tieranatomische Theater der Humboldt-Universität zu Berlin und das Zentralmagazin Naturwissenschaftlicher Sammlungen der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg in Halle/Saale. Der Ausstellungszyklus ist eine Kooperation mit der Schering Stiftung und dem Goethe-Institut Singapur. Das Projekt wird gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes.”

Interessenten finden weitere Informationen auf der Veranstaltungswebseite.

 

Ausstellung: ‘Form Follows Flower – Moritz Meurer, Karl Blossfeldt und Co.’

Datum 20.10.2017 – 14.01.2018
Ort Kunstgewerbemuseum
Matthäikirchplatz
10785 Berlin
Veranstalter Kunstgewerbemuseum – Staatliche Museen zu Berlin
In Kooperation mit dem Exzellenzcluster Bild Wissen Gestaltung. Ein Interdisziplinäres Labor, der Humboldt-Universität zu Berlin und der
Universität der Künste Berlin.

“Die Pflanzenfotografien Karl Blossfeldts sind heute weltweit berühmt. Fast unbekannt ist, dass ihre Entstehungsgeschichte einen Teil der Geschichte des Berliner Kunstgewerbemuseums bildet: Nicht als freie Kunstfotografien fertigte Blossfeldt sie an, sondern als Elemente einer Lehrmittelsammlung, mit der der Lehrer Moritz Meurer (1839–1916) in den 1890er Jahren das Pflanzenstudium an der dem Kunstgewerbemuseum angeschlossenen Kunstgewerbeschule in den Fokus rückte.

Anhand von Modellen, Herbarien, Lehrtafeln und Fotografien sollten die Gesetze natürlicher Formbildung durchdrungen und die Gestaltungslehre erneuert werden. Die Ausstellung führt diese Lehrmittel erstmals als Ensemble zusammen und veranschaulicht deren eindrückliche formalästhetische wie mediale Vielfalt. Gezeigt werden sie im Kontext von Prachtwerken der Ornament- und Vorlagengrafik, Objekten des Jugendstils und Bildwelten der zeitgenössischen Botanik.

Die Frage nach der Beschäftigung mit der Natur in Gestaltungslehre und Design ist bis heute aktuell. Das zeigen neben zeitgenössischen Designobjekten auch die zeichnerischen und filmischen Arbeiten von Studierenden der UdK Berlin, der Nachfolgerin der Lehranstalt. Mit ihnen wird zum 150. Jubiläum des Kunstgewerbemuseums die historische Tradition der studentischen Ausstellungen wiederbelebt.

Eine Ausstellung des Kunstgewerbemuseums – Staatliche Museen zu Berlin in Kooperation mit dem Exzellenzcluster „Bild Wissen Gestaltung” der Humboldt-Universität zu Berlin und der Universität der Künste Berlin.”

Weitere Informationen zu der Veranstaltung finden sich auf den Veranstaltungswebseiten des Kunstgewerbemuseums und des Exzellenzclusters Bild. Wissen. Gestaltung. Zu der Sonderausstellung erscheint im Oktober ein Ausstellungskatalog gleichnamigen Titels.

Changing the Nature of Art and Science – Intersections with Maria Sibylla Merian.

Changing the Nature of Art and Science. Intersections with Maria Sibylla Merian.

Amsterdam 7., 8. und 9. Juni 2017

Was: Konferenz über Leben, Werk und Einfluss von Maria Sibylla Merian (1647–1717)
Wann: 7., 8. und 9. Juni 2017
Wo: Amsterdam, Universität Amsterdam
Titel: Das Wesen von Kunst und Wissenschaft ändern. Grenzüberschreitungen mit Maria Sibylla Merian.

Maria Sibylla Merian (1647–1717) ist eine der schillerndsten Persönlichkeiten der wissenschaftlichen, künstlerischen und kommerziellen Kultur der frühen Neuzeit. Geboren in Frankfurt am Main, und später wohnhaft in Nürnberg, Wieuwerd und Amsterdam, führte sie ihr wissenschaftliches Interesse an der Entomologie schließlich bis nach Surinam, wo sie, ebenso wie in Europa, die Metamorphosen von Insekten in ihrem natürlichen Lebensraum untersuchte. Ihre minutiösen Beobachtungen übersetzte sie in kraftvolle künstlerische Darstellungen, die noch immer die Aufmerksamkeit vieler Wissenschaftler auf sich ziehen, darunter Biologen, Kunsthistoriker und Wissenschaftshistoriker. Auch moderne Künstler und Schriftsteller finden Inspiration in ihrer Arbeit und ihrem Leben. Im Gedenken an ihren Todestag vor 300 Jahren organisiert die Maria-Sibylla-Merian-Gesellschaft in Zusammenarbeit mit der Artis-Akademie, der Universität Amsterdam und der Artis-Bibliothek eine internationale Konferenz im Artis-Zoo in Amsterdam am 7., 8. und 9. Juni 2017. Das Ziel der Konferenz ist es, neue Forschung sowie Projekte, die mit Maria Sibylla Merian zu tun haben, zusammenzubringen. Neben ihrem Leben und ihrer Arbeit als Schwerpunktthema wird diese Konferenz auch Themen diskutieren, die einen größeren Blickwinkel auf Merian ermöglichen.

Themen werden unter anderem sein:

  • der religiöse, wissenschaftliche, kommerzielle und künstlerische Kontext, in dem Merian gearbeitet hat und die Überlappungsbereiche zwischen diesen kulturellen Bereichen
  • Techniken und visuelle Strategien naturgeschichtlicher Illustration
  • Traditionen/Kultur des Sammelns und der Buchproduktion
  • entomologische Forschung in Merians Zeit
  • neue Archiv- und biographische Recherchen zu Merians Leben
  • Merians Netzwerke in Frankfurt, Nürnberg, Amsterdam und Surinam
  • Surinam als Kolonie und Ort von Handel und Forschung
  • weibliche Naturforscher, Sammler und Künstler
  • Merians Einfluss auf spätere Naturwissenschaftler und Illustratoren der Naturgeschichte
  • Merians Erbe im weiteren Sinne
  • Merians Kunst als Inspiration für moderne Künstler und Schriftsteller

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie auf der Veranstaltungswebseite und im Programm.