Dr. Jörg Pittelkow erhält die ‘Caspar-Friedrich-Wolff-Medaille’ der DGGTB

 

Unser Gründungsmitglied Dr. Jörg Pittelkow hat auf der diesjährigen 27. Jahrestagung zum Thema Biologie und Bildung, die am 22. und 23. Juni 2018 in Jena stattfand, die Caspar-Friedrich-Wolff-Medaille der Deutschen Gesellschaft für Geschichte und Theorie der Biologie erhalten.

Credit: Michael Schmitt

Ausgezeichnet wurde er für seine Arbeit Herbert Bach (1926 – 1996) und sein Beitrag zur Anthropologie und Humangenetik an der Universität Jena, die er als externer Doktorand in der AG Biologiedidaktik über mehrere Jahre in Jena anfertigte. Pittelkows Abhandlung hat am Beispiel der Fachwissenschaft Anthropologie gezeigt, wie politisch-ideologische und wissenschaftshistorische Entwicklungslinien aufzuzeigen, zu konturieren und zu kontextualisieren sind. Hierbei spielte die Biographik (neben der Institutionengeschichte) als Teildisziplin der Wissenschaftsgeschichte eine bedeutende Rolle innerhalb seiner Methodik. Herr Dr. Pittelkow hat seine Aussagen an Hand zahlreicher Original- und Archivquellen nachprüfbar belegt, die Folgerungen, die er aus seinen umfangreichen Recherchen für sein Thema gezogen hat, sind schlüssig und in jeder Hinsicht überzeugend getroffen. Die Geschichte der Anthropologie im deutschsprachigen Raum ist mit seiner Arbeit um eine Nuance reicher geworden.

Die Deutsche Gesellschaft für Geschichte und Theorie der Biologie e. V. verleiht die Caspar-Friedrich-Wolff-Medaille – in der Regel jährlich – in Anerkennung für besondere Verdienste um die Biologiegeschichte oder eine herausragende wissenschaftliche Arbeit über ein biologiegeschichtliches Thema.