Hans‐Jörg Wilke
Die Geschichte der Tierillustration in Deutschland 1850 – 1950
(Acta Biohistorica 17)
496 Seiten, 24 x 29,5 cm, Hardcover, 850 farbige Abbildungen
Basilisken‐Presse, Rangsdorf 2018
ISBN:    978 – 3‐941365 – 58‐2
139 EUR
→ Flyer
→ Direkt beim Verlag bestellen

Das illustrierende Tierbild prägte fast einhundert Jahre die zoologische Literatur und erlebte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine Blütezeit. Neue Druck‐ und Reproduktionstechniken, die Gründung Zoologischer Gärten und die sich erweiternden Möglichkeiten des Reisens in fremde Erdregionen beeinflussten die Arbeit der Künstler. Die Entwicklungen auf dem Buch‐ und Zeitschriftenmarkt, der Aufschwung der Biologie und Reformen im Bildungssystem verlangten zudem nach immer neuen Anschauungsmitteln. Der wachsende Bedarf an Abbildungen und sich ständig ändernde Erwartungen erforderten von den Illustratoren malerisches und zeichnerisches Können sowie Ideenreichtum und Flexibilität. Den in der Kunstgeschichte weitgehend unbeachteten Tierillustratoren gelang es so, das illustrierende Tierbild in ein eigenes Genre zu überführen. 

Im Zentrum des Buches stehen das Leben und Werk der Künstler. Die bedeutendsten unter ihnen waren Robert Kretschmer, Heinrich Leutemann, Gustav Mützel, Friedrich Specht, Richard Friese, Ernst Haeckel und Wilhelm Kuhnert. Viele der über einhundert, oft weniger bekannten Tierillustratoren werden überhaupt erstmals erwähnt und vorgestellt.

Ausführlich wird die Entwicklung der Tierillustration über den Zeitraum eines Jahrhunderts erörtert und der Weg vom starren Habitusbild über die aufwendigen, einfarbigen Holzstiche bis zum biologischen Tierbild aufgezeigt. Breiten Raum nimmt der sich bei den Künstlern durchsetzende Anspruch ein, das Tier als Teil einer Landschaft aufzufassen, durch den sie die Tierillustration tiefer in die Kunst führten.

 

Kontakt
© Basilisken‐Presse, Natur+Text GmbH
Friedensallee 21
D‐15834 Rangsdorf
Tel. 033708 / 20431

www.basilisken-presse.de
verlag@naturundtext.de