Michael Wallaschek
Zoogeographie in Werken von Immanuel Kant (1724 – 1804)
(Beiträge zur Geschichte der Zoogeographie 11)
54 S., kostenloser Download verfügbar
Eigenverlag des Autors, Halle (Saale) 2018
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Immanuel Kant (1724 – 1804) dürfte den meisten Menschen als ein Philosoph bekannt sein, der schwer lesbare Bücher schrieb, zeitlebens nicht aus Königsberg herauskam und eine kauzige Lebensweise führte. Tatsächlich hat er aber neben Logik und Metaphysik in Forschung und Lehre zahlreiche Fächer vertreten, als junger Mann eine zukunftsweisende und durchaus verständliche „Allgemeine Naturgeschichte und Theorie des Himmels“ geschrieben und später eine „physische Geographie“ ins Werk gesetzt, die zoogeographischer Sachverhalte einschloss. Letztere fanden sich auch in anderen Werken. So z. B. in Schriften über die „Racen der Menschen“, die selbstverständlich vor allem anthropologische und anthropogeographische Inhalte aufwiesen. Tatsächlich kam er nur in die weitere Umgebung von Königsberg, gab aber zu bedenken, dass Reisen allein keine Kenntnis der Menschen und der Welt gebe; sie sich gezielt anzueignen, biete eine Stadt wie Königsberg alle Möglichkeiten. Es genügt, die Biographien zu lesen, die seine Bekannten und Freunde nach seinem Ableben über ihn geschrieben haben, um zu begreifen, dass er ein besonderer Mensch war, aber kein Sonderling. Er zeigte Schwächen wie alle Menschen, auch und nicht zuletzt in der Wissenschaft, trat hier auch kämpferisch auf und wirkte als Aufklärer. Seine Werke beeinflussten die Arbeit von Zoogeographen wie Eberhard August Wilhelm von Zimmermann (1743 – 1815), des Begründers der Zoogeographie. Es lagen also hinreichend Gründe vor, die zoogeographischen und anthropogeographischen Leistungen Kants zu untersuchen, selbstverständlich unter Berücksichtigung seiner sonstigen Ansichten und Werke.

 

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Dr. Michael Wallaschek

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