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Workshop ‘Politics of Natural History. How to Decolonize the Natural History Museum?’

 

Datum 6. – 7. September 2018
Ort Technische Universität Berlin, Main Building, Conference Room 3006
Straße des 17. Juni 135
10623 Berlin
Veranstalter Museum für Naturkunde Berlin, Technische Universität Berlin, Humboldt-Universität zu Berlin
Bewerbungsschluss
30. August 2018
Registrierung
pan@mfn.berlin
Kontakt Yvonne Reimers
Museum für Naturkunde Berlin, Invalidenstraße 43, 10115 Berlin
yvonne.reimers@mfn.berlin

 

Natural history museums preserve a considerable, yet often unacknowledged part of the world’s colonial heritage. Their identity, collections, exhibitions and, importantly, much of their research activities are based on objects which underwent multifold translocations from colonized territories to museums in the Global North. Natural history museums took advantage of colonial endeavours and were deeply entangled in the exploitation of the colonies. However, natural objects are often displayed as “of Nature” – and framed within a narrative of Western scientific accomplishments and rationality. The complex histories of acquisition as well as the political context of the discovery and translocation of objects are thus rendered invisible. The workshop takes the growing tension between the entangled history of natural history museums and colonialism on the one hand and the invisibility of those entanglements on the other as a starting point for considerations about decolonization.

The workshop is conceived and organized by the joint project “Dinosaurs in Berlin. Brachiosaurus brancai as an Icon of Politics, Science, and Popular Culture”:
Ina Heumann (PAN – Perspectives on Nature, Museum für Naturkunde Berlin)
Holger Stoecker (Institute for Asian and African Studies, Humboldt-Universität zu Berlin)
Mareike Vennen (Institut für Kunstwissenschaften und Historische Urbanistik, Technische Universität Berlin)

Funded by the Federal Ministry of Education and Research
Further information: https://www.museumfuernaturkunde.berlin/en/forschung/leitthemen/dinosaurs-berlin

Contact & Registration (closing date August 30, 2018): pan@mfn.berlin

 

Programm [PDF]

Datum Programmpunkt
Donnerstag, 6. September 2018
09.00 Registration
09.30 – 11.00 INTRODUCTION
09.30 Welcome Address
Ina Heumann, Holger Stoecker, Mareike Vennen, Joint research project “Dinosaurs in Berlin”
10.00 Keynote Lecture: Conquest, Care and the Fossil Complex
Ciraj Rassool, University of the Western Cape
11.00 –   Break   –
11.30 – 13.20 SESSION I: Politics of Presentation
Chair: Patricia Rahemipour, Botanischer Garten und Botanisches Museum Berlin-Dahlem, Freie Universität Berlin
11.30 Decolonizing Botanical Collections
Anna Haebich, Curtin University
12.10 Web-like Analogies as a Decolonizing Order in Natural History Display
Fritha Langerman, University of Cape Town
12.50 Comment: Jonathan Fine, Ethnologisches Museum, Staatliche Museen zu Berlin –Preußischer Kulturbesitz
13.20 –   Lunch   –
15.00 – 16.50 SESSION II: Politics of Participation
Chair: Sybilla Nikolow, Museum für Naturkunde Berlin
15.00 The Natural History Museum and the Pluriverse: Decoloniality at the Periphery
Ayesha Keshani, Goldsmiths, University of London
15.40 15:40 Putting Metadata to Work: Modelling Information on Historical Collections of Natural History in Social Justice Contexts
Martha Fleming, British Museum / University of Göttingen, Dominik Hünniger, University of Göttingen
16.20 Comment: Tahani Nadim, Humboldt-Universität zu Berlin / Museum für Naturkunde Berlin
16.50 –   Break   –
18.30 PANEL DISCUSSION: Koloniales Erbe und Naturkunde
Larissa Förster, Humboldt-Universität zu Berlin
Michael Ohl, Museum für Naturkunde Berlin
Ciraj Rassool, University of the Western Cape
Bénédicte Savoy, Technische Universität Berlin
Chair: Andreas Eckert, Humboldt-Universität zu Berlin
The panel discussion will be held in German, simultaneous translation will be provided by an interpreter via head phones for the English speaking audience. English discussion contributions are welcome.
 
Freitag, 7. September 2018
9.45 Welcome Address
Johannes Vogel, Museum für Naturkunde Berlin
10.00 – 12.00 SESSION III: Politics of Objects: Heritage, Property, Responsibility
Chair: Anja Schwarz, Universität Potsdam
10.00 Colonial Collections at Berlin’s Botanical Museum
Katja Kaiser, CeNak – Center of Natural History
10.40 Java Man and the Colonial Legacy of Fossil Collections
Caroline Drieenhuizen, Open University of the Netherlands, Fenneke Sysling, Utrecht University
11.20 Comment: Ina Heumann, Museum für Naturkunde Berlin
12.00 –   Lunch   –
13.30 – 15.20 SESSION IV: Museum Practices and Politics
Chair: David Blankenstein, Deutsches Historisches Museum
13.30 Birds from the Colonies at the Museum für Naturkunde Berlin: Backgrounds, Relevance and Development
Sylke Frahnert, Museum für Naturkunde Berlin
14.10 The Natural History Museum in Nigeria: Dynamics and Impact
Lucky Ugbudian, Federal University Ndufu Alike Ikwo
14.50 Comment: Manuela Bauche, Museum für Naturkunde Berlin
15.20 Closing Remarks

 

 

 

Faszination Vielfalt – Jubiläums-Sonderausstellung

Rund 40 Millionen Objekte aus 200 Jahren Forschungsgeschichte umfassen die Sammlungen der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung – einen Teil dieser Sammlungen zeigt Senckenberg ab 30. September 2017 im Frankfurter Naturmuseum. Auf 15 Metern Länge und 4 Metern Höhe präsentiert die neue Sonderausstellung „Faszination Vielfalt“ etwa 1000 biologische und geologische Objekte in einer riesigen Wandvitrine und lädt die Besucher ein, mehr über das „System Erde“ und die sogenannte Geobiodiversitätsforschung zu erfahren.

Foto: Senckenberg / Tränkner

Seit der Gründung der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung im Jahre 1817 ist viel geschehen: Senckenberg-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler erforschen heute weltweit die gesamte Vielfalt der unbelebten und belebten Natur, um die Erde als Ganzes zu verstehen. Dafür sammeln und bewahren sie seit über 200 Jahren biologische und geologische Objekte. Rund 40 Millionen sind es bereits – und es werden jedes Jahr mehr! „Faszination Vielfalt“ – unter diesem Titel zeigt die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung eine Sonderausstellung, die etwa 1000 Objekte in einer riesigen Wandvitrine vereint. Die „Wand“ präsentiert einen winzigen Ausschnitt aus den wissenschaftlichen Sammlungen – gerade einmal 0,0025 Prozent, die es aber in sich haben: Auf 15 Metern Länge und 4 Metern Höhe finden die Besucherinnen und Besucher einen bunten Querschnitt der Sammlungen der elf Standorte Senckenbergs: vom winzigen Käfer über faszinierende Fossilien, schillernde Vögel und glitzernde Minerale bis hin zum stattlichen Okapi-Bullen. Hier begegnen sich dicht an dicht Tiere, Fossilien und Pflanzen, die sich zeitlich oder räumlich niemals begegnet wären. Das reine Betrachten dieser Vielfalt ist bereits ein Erlebnis!

Interaktiv können Sie nähere Informationen zu den Objekten aufrufen und dabei erfahren, dass Geo- und Biowissenschaften bei Senckenberg so eng verzahnt sind, dass sie zur „Geobiodiversitäts-Forschung“ zusammengefasst werden können. An einem „Spieltisch“ können die Besucher gemeinsam oder gegeneinander Fragen zu den Wandobjekten beantworten. Für jede Altersstufe wird hier die Faszination Vielfalt erlebbar!”

Weitere Informationen finden Sie auf der Veranstaltungswebsite oder in der Pressemitteilung der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung.

Zoologische Sammlung der Universität Rostock (Hg.)
Ragnar K. Kinzelbach, unter Mitarbeit von Norma Schmitz und Antje Hlawa: Die Vögel – Aves. Verzeichnis des Bestands 2016
(Katalog der Zoologischen Sammlung der Universität Rostock 1)
Dritte, stark erweiterte und bebilderte Auflage
200 S., 16 x 20 cm, Softcover, zahlr. Abbildungen
Basilisken-Presse, Rangsdorf 2016
ISBN-10     3 – 941365-54 – 1
ISBN-13     978 – 3-941365 – 54-4
14,90 Euro
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Geschichte und Bestand der Vogelsammlung am Lehrstuhl Allgemeine und Spezielle Zoologie mit der Zoologischen Sammlung der Universität Rostock (ZSRO) werden vorgestellt. Ihr Anfang liegt 1775, als der Orientalist und Literaturwissenschaftler Professor Dr. Oluf Gerhard Tychsen ein Naturalienkabinett Die Vögel – Aves. Verzeichnis des Bestands 2016’ von Ragnar K. Kinzelbach weiterlesen

Dauerausstellung “Ein Schatz zum öffentlichen Nutzen – Einblicke in die Sammlungen der Leopoldina”

Ort Leopoldina, Bibliothek, August-Bebel-Straße 50a, 06108 Halle (Saale)
Veranstalter Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina

Mit einer Stiftungsurkunde vom 17. September 1731 eröffnete der V. Präsident der Leopoldina Johann Jacob Baier in Nürnberg, dem damaligen Sitz der Akademie, die Bibliothek. Dafür überließ die Stadt der Akademie einen Raum im ehemaligen Katharinenkloster zur Miete. Zur Aufbewahrung der kostbaren Bücher wurden zwei doppeltürige Schränke angeschafft und aus der Kasse der Akademie ein Buch gekauft. Seither ist die Sammlung wissenschaftshistorisch bedeutsamer Dokumente der Leopoldina auf einen beträchtlichen Bestand angewachsen. Allein das Archiv verwahrt gegenwärtig rund 1.700 laufende Meter Archivalien. Die Bibliothek ist mit ihren mehr als 260.000 Bänden, Monographien und Zeitschriften aus Naturwissenschaften und Medizin sowohl ein reicher historischer Fundus als auch eine ergiebige aktuelle Wissensquelle. Diese Schätze der Leopoldina sind auch Schätze für die Forschung.

Die Ausstellung „Ein Schatz zum öffentlichen Nutzen – Einblicke in die Sammlungen der Leopoldina“ zeigt gesammelte Werke aus den Anfangsjahren der Leopoldina, Klassiker der Wissenschaftsgeschichte sowie einmalige biographische Zeugnisse der Akademiemitglieder und stellt aktuelle wissenschaftshistorische Forschungsprojekte vor.

Bücher, Fotografien und Briefe aus der Bibliothek und dem Archiv der Leopoldina werden ergänzt durch die Erkenntnisse der Forschungsprojekte des Leopoldina-Studienzentrums. Durch die erstmalige Zusammenstellung von Exponaten dieser drei Leopoldina-Einrichtungen erzählt die Schau eine spannende Geschichte und vermittelt ein umfassenden Eindruck von der Geschichte und Bedeutung der Leopoldina und ihrer Mitglieder über die Jahrhunderte hinweg.”

Interessierte finden weitere Informationen auf der Veranstaltungswebseite. Der Besuch der Ausstellung ist kostenfrei. Führungen sind auf Anfrage möglich.